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SPD-Kreistagsfraktion Kleve.

SPD-Fraktion fordert Einrichtung eines Gesundheitsbüros für den Kreis Kleve :

Gesundheit

 

Die SPD-Kreistagsfraktion Kleve beantragt:

Der Landrat des Kreises Kleve wird aufgefordert, noch im Jahr 2020 ein Gesundheitsbüro des Kreis Kleve einzurichten. Das Gesundheitsbüro soll neben der Leitung weitere MitarbeiterInnen umfassen.

Das Gesundheitsbüro des Kreises Kleve initiiert und koordiniert Netzwerkstrukturen im Rahmen eines zu schaffenden kreisweiten Bündnisses „Beste Gesundheit und Pflege“ im Kreis Kleve.

Das Gesundheitsbüro führt unter anderem jährlich ein Gesundheitsforum durch, bei dem alle Beteiligten und Akteure der Gesundheitswirtschaft im Kreis Kleve und Betroffenen-VertreterInnen zusammenkommen und über Möglichkeiten und Wege zur Verbesserung und Stärkung der gesundheitlichen Versorgung im Kreis Kleve diskutieren.

Das Gesundheitsbüro schreibt darüber hinaus den Gesundheitsbericht Kreis Kleve fort und aktualisiert diesen regelmäßig.

Diese Aufgaben können auch mit externer Beratung und Unterstützung erfolgen.

Der Kreis Kleve stellt dafür entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung, zunächst aber mindestens aber 120.000,- EUR für den Aufbau des Gesundheitsbüros und erste Aktivitäten.

Antrag im Wortlaut hier: https://www.spd-kreistagsfraktion-kleve.de/dl/Einrichtung_Gesundheitsbuero.pdf

In den letzten Jahren wurde die derzeitige und drohende gesundheitliche Mangelversorgung im Kreis Kleve an vielen Stellen bereits dargelegt. Die SPD-Kreistagsfraktion hat dazu bereits mehrfach auch umfangreiche Anträge gestellt. Zum Beispiel forderte die SPD-Kreistagsfraktion am 23.01.2012 eine „jährliche Gesundheitsberichterstattung“ und am 17.09.2015 sogar einen „Masterplan Gesundheit“ und zuletzt 2018 eine Stabsstelle Gesundheit beim Landrat.

Die bisherigen Maßnahmen im Kreis Kleve greifen nicht im notwendigen Maße und die Aktivitäten sind leider weitgehend erfolgs- und konzeptionslos.

Einzelmaßnahmen und hier und da ein kleiner Erfolg können ein fehlendes Gesamtkonzept nicht ersetzen.

Die SPD-Kreistagsfraktion Kleve hat aus diesem Grund Anfang September 2019 als Fraktion zu einer großen Gesundheitskonferenz in die Stadt Kevelaer eingeladen. Alle zentralen Akteure der Kreis Klever Gesundheitswirtschaft sind der Einladung der SPD-Fraktion gefolgt. Anwesend waren auch viele KommunalpolitikerInnen aus dem gesamten Kreis und zahlreiche ExpertInnen sowie Beschäftigte aus dem Gesundheitsbereich.

Das wichtigste Ergebnis der Konferenz war, dass schnellstmöglich verlässliche und belastbare Netzwerkstrukturen aufgebaut werden müssen. Der Kreis ist dafür als Initiator und Koordinator in besonderer Weise gefragt und geeignet. Gute Beispiele in NRW und in ganz Deutschland gibt es schon. Der Kreis Kleve kann es ich bei diesem Thema nicht mehr länger leisten, untätig zu bleiben.

Die SPD-Gesundheitskonferenz hat eindeutig gezeigt:

- Die ärztliche Versorgung im Kreis Kleve wird schlechter, nicht besser. Alle bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, um eine Trendwende zu mehr und besserer Versorgung der Menschen im Kreis Kleve erzielen zu können.

- Es existieren keine umfassenden Netzwerke im Kreis Kleve. Klar ist jetzt: „Netzwerken“ kann man nicht nebenbei, dafür braucht es Strukturen.

- Die bisherigen Akteure im System können diese Netzwerkstruktur weder aufbauen, noch abrechnen oder selbst organisieren und bezahlen.

- Eine zentrale Informations- und Koordinierungsstelle ist aber enorm wichtig. Ein Gesundheitsbüro des Kreises Kleve kann diese Funktion übernehmen. Finanziert und unterstützt durch den Kreis Kleve.

- Das Wissen der Anbieter, Akteure und Politik über die Lage im Gesundheitssektor im Kreis Kleve ist eindeutig zu gering ausgeprägt. Dies muss sich ändern, wenn wir Verbesserungen der Versorgungslage im stationären und ambulanten Pflegebereich oder bei der ärztlichen Versorgung erreichen wollen.

Die Gesundheitsversorgung der Menschen im Kreis Kleve ist ein zentrales Feld der Daseinsvorsorge und darf nicht länger derart stiefmütterlich behandelt werden, wie dies bisher erfolgt ist.

Mit der Einrichtung eines Gesundheitsbüros erhofft sich die SPD-Kreistagsfraktion eine enorme Aufwertung des Themas und in den nächsten Jahren wichtige Impulse und Aktivitäten durch den Kreis Kleve für die Menschen im Kreis Kleve.

 

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